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Artikel: Schachbrett-Größe: Maße, Feldgröße und passende Königshöhe

Schachbrett-Größe: Feldgröße und Königshöhe richtig wählen – Schachatelier
Feldgröße

Schachbrett-Größe: Maße, Feldgröße und passende Königshöhe

Es gibt einen Moment, der jedem Schachspieler bekannt vorkommt: Man zieht eine Figur – und wirft dabei zwei Nachbarn um. Das liegt selten am Spieler. Meistens liegt es daran, dass Brett und Figuren nicht zueinander passen.

Die Größe eines Schachbretts ist keine Geschmacksfrage, sondern eine Rechnung. Und sie ist einfacher, als die meisten denken.

Wie groß ist ein Schachbrett?

Jedes Schachbrett hat 64 Felder – acht mal acht. Seine Spielfläche ergibt sich deshalb direkt aus der Feldgröße: achtmal die Kantenlänge eines Feldes, dazu kommt der Rahmen.

  • Feldgröße 40 mm (1,57 inch) → Spielfläche 32 × 32 cm (12,6 inch)
  • Feldgröße 50 mm (1,97 inch) → Spielfläche 40 × 40 cm (15,7 inch)
  • Feldgröße 58 mm (2,28 inch) → Spielfläche rund 46 × 46 cm (18,3 inch)

Die entscheidende Maßangabe ist also nicht das Außenmaß, sondern die Feldgröße. Und die richtet sich nach den Figuren.

Die Formel: Feldgröße = Königshöhe × 0,55

Wie groß ein Schachfeld sein sollte, hängt von den Figuren ab. Diese eine Zeile löst fast jedes Problem: Wer die Höhe seines Königs kennt, kennt die passende Feldgröße – und umgekehrt.

Ein paar Beispiele:

  • König 76 mm → Feldgröße etwa 42 mm
  • König 85 mm → Feldgröße etwa 47 mm
  • König 95 mm → Feldgröße etwa 52 mm

Eine Abweichung von wenigen Millimetern ist unkritisch. Erst wenn es deutlich auseinanderläuft, wird das Spiel unangenehm.

Schachbrett-Maße im Überblick

Brett Feldgröße Spielfläche (ohne Rahmen) Passende Königshöhe Turniertauglich?
Klein 35–40 mm (1,38–1,57 inch) 28–32 cm (11,0–12,6 inch) ca. 64–73 mm (2,52–2,87 inch) Nein – Reise- und Wohnzimmerformat
Mittel 45–50 mm (1,77–1,97 inch) 36–40 cm (14,2–15,7 inch) ca. 82–91 mm (3,23–3,58 inch) Im unteren Bereich der FIDE-Empfehlung
Groß 55–58 mm (2,17–2,28 inch) 44–46,4 cm (17,3–18,3 inch) ab ca. 95 mm (3,74 inch) Ja – entspricht der FIDE-Empfehlung

Kleines Brett. Ideal für unterwegs, für den Couchtisch, für wenig Platz. Kompakt, aber bei langen Partien anstrengender für die Augen.

Mittleres Brett. Der Allrounder fürs Wohnzimmer. Großzügig genug zum bequemen Spielen, klein genug, um nicht den ganzen Tisch zu belegen.

Großes Brett. Repräsentativ und präsent im Raum. Wer Schach ernst nimmt oder das Brett auch als Objekt schätzt, greift hierhin.

Gibt es eine Standardgröße?

Eine einheitliche Standardgröße für Schachbretter gibt es nicht. Für zu Hause ist eine Feldgröße von 45 bis 50 mm ein guter Kompromiss zwischen Spielkomfort und Platzbedarf.

Im Vereins- und Turnierschach gelten eigene Richtwerte der Verbände – was DSB und FIDE genau vorgeben, erklären wir in unserem Artikel Turnierschach-Standards: was DSB und FIDE verlangen.

Wie groß ist ein Turnier-Schachbrett?

Die FIDE empfiehlt eine Feldgröße von 5 bis 6 cm. Daraus ergibt sich eine Spielfläche von 40 bis 48 cm – bei einer Königshöhe von 9,5 cm. Die folgenden Werte stammen aus den Standards of Chess Equipment der FIDE; für jede Figur ist eine Abweichung von bis zu 10 Prozent zulässig, solange die Höhenreihenfolge erhalten bleibt.

Figur Empfohlene Höhe In inch Sockeldurchmesser (40–50 % der Höhe)
König 9,5 cm 3,74 inch 3,8–4,8 cm
Dame 8,5 cm 3,35 inch 3,4–4,3 cm
Läufer 7,0 cm 2,76 inch 2,8–3,5 cm
Springer 6,0 cm 2,36 inch 2,4–3,0 cm
Turm 5,5 cm 2,17 inch 2,2–2,8 cm
Bauer 5,0 cm 1,97 inch 2,0–2,5 cm

Für das Verhältnis von Figur zu Feld gilt die zweite Kennzahl: Der Sockeldurchmesser des Königs sollte etwa 75 bis 80 Prozent der Feldgröße betragen – anders gerechnet: Die Feldgröße entspricht ungefähr dem 1,25- bis 1,3-Fachen des Königssockels. Bei einem König mit 4 cm Sockel passt damit ein Feld von rund 5 bis 5,2 cm.

Wenn ein Veranstalter diese Ausstattung nicht stellen kann, nennt die FIDE zwei gebräuchliche Alternativen: Feldgröße 55 mm mit einer Königshöhe von 90 mm (Staunton Nr. 5) sowie Feldgröße 38 mm mit 75 mm Königshöhe (Staunton Nr. 4). Maßgeblich ist immer die jeweils gültige Fassung des FIDE-Handbuchs – wer für ein konkretes Turnier ausstattet, prüft sie vorab.

Die zweite Faustregel: der Vier-Bauern-Test

Wer nicht rechnen mag, hat eine praktische Alternative. Stellen Sie vier Bauern nebeneinander auf ein Feld. Sie sollten das Feld gut ausfüllen und leicht überstehen. Passen sie locker hinein, sind die Figuren zu klein. Stehen sie sich gegenseitig im Weg, sind sie zu groß.

Schachbrett-Felder und Aufstellung: so liegt das Brett richtig

Die 64 Felder sind in acht Reihen (1 bis 8) und acht Linien (a bis h) angeordnet, abwechselnd hell und dunkel. Beim Aufstellen gilt eine einfache Regel: Jeder Spieler hat rechts unten ein helles Feld.

Für die Figuren hilft ein zweiter Merksatz: Die Dame steht auf ihrer Farbe – die weiße Dame auf dem hellen Feld d1, die schwarze auf dem dunklen Feld d8.

Wie heißt die Mitte des Schachbretts?

Die Mitte des Schachbretts heißt das Zentrum. Es besteht aus den vier Zentrumsfeldern d4, d5, e4 und e5. Ein einzelnes Mittelfeld gibt es nicht – ein Brett mit 8 × 8 Feldern hat keine einzelne mittlere Zelle, sondern vier.

Darüber hinaus spricht man vom erweiterten Zentrum: den 16 Feldern zwischen c3 und f6. Die Kontrolle dieser Felder gilt als eines der wichtigsten Ziele der Eröffnung, weil Figuren von dort aus die meisten Felder erreichen. Ein Springer auf e4 deckt acht Felder, ein Springer in der Ecke a1 nur zwei.

Der Fehler, den man erst beim Spielen merkt

Ein häufiges Missverständnis: Man kauft nach der äußeren Brettgröße („50 × 50 cm“) statt nach der Feldgröße. Doch der Rahmen sagt nichts über das Spielgefühl – entscheidend ist allein, wie groß ein einzelnes Feld ist. Zwei Bretter mit identischem Außenmaß können völlig unterschiedlich spielen.

Sie suchen nicht nur die richtigen Maße, sondern ein Brett, das zu vorhandenen Figuren, zum Einrichtungsstil oder als Geschenk passt? Dann lesen Sie weiter: Das passende Schachbrett finden: worauf es bei der Auswahl ankommt.

Schachatelier als Berliner Marke

Schachatelier ist eine Berliner Marke. Jedes Set wird in Handarbeit gefertigt – mit Proportionen, die stimmen, weil Brett und Figuren aufeinander abgestimmt sind.

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Häufige Fragen

Wie groß ist ein Schachbrett?

Ein Schachbrett hat 8 × 8 Felder. Die Spielfläche entspricht achtmal der Feldgröße: bei 50 mm Feldgröße 40 × 40 cm, bei 58 mm rund 46 × 46 cm – jeweils zuzüglich Rahmen.

Wie viele Felder hat ein Schachbrett?

64. Acht Reihen mit jeweils acht Feldern, abwechselnd hell und dunkel – 32 helle und 32 dunkle. Aufgestellt wird es so, dass jeder Spieler rechts unten ein helles Feld hat.

Wie heißt die Mitte des Schachbretts?

Zentrum. Die vier Felder d4, d5, e4 und e5 bilden das Zentrum; die 16 Felder von c3 bis f6 heißen erweitertes Zentrum. Ein einzelnes Mittelfeld gibt es bei 8 × 8 Feldern nicht.

Wie groß ist ein Turnier-Schachbrett?

Die FIDE empfiehlt eine Feldgröße von 5 bis 6 cm und eine Königshöhe von 9,5 cm. Das ergibt eine Spielfläche von 40 bis 48 cm zuzüglich Rahmen.

Welche Feldgröße braucht mein Schachbrett?

Die Faustformel lautet: Feldgröße = Königshöhe × 0,55. Bei einem König von 95 mm ergibt das rund 52 mm Feldgröße. Abweichungen von wenigen Millimetern sind unproblematisch.

Wie groß muss der Sockel des Königs sein?

Der Sockeldurchmesser beträgt nach FIDE 40 bis 50 Prozent der Figurenhöhe. Im Verhältnis zum Brett sollte der Königssockel etwa 75 bis 80 Prozent der Feldgröße einnehmen.

Gibt es eine Standardgröße für Schachbretter?

Eine einheitliche Standardgröße gibt es nicht. Für zu Hause ist eine Feldgröße von 45 bis 50 mm ein guter Kompromiss zwischen Spielkomfort und Platzbedarf; im Turnierschach gelten eigene Richtwerte der Verbände.

Wie prüfe ich ohne Rechnen, ob Brett und Figuren passen?

Mit dem Vier-Bauern-Test: Vier Bauern nebeneinander sollten ein Feld gut ausfüllen und leicht überstehen. Passen sie locker, sind die Figuren zu klein; stehen sie sich im Weg, zu groß.

Warum reicht das Außenmaß eines Schachbretts nicht aus?

Weil der Rahmen unterschiedlich breit sein kann. Zwei Bretter mit gleichem Außenmaß können völlig verschiedene Feldgrößen haben. Entscheidend ist immer die Kantenlänge eines einzelnen Feldes.

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